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27. Juli 2026

Meldebestand berechnen: Formel, Beispiel und Bestellpunkt

Verfasst von:
Franziska
Meldebestand – der richtige Bestellzeitpunkt

Der Meldebestand – auch Bestellpunkt genannt – ist die Bestandsmenge, bei der eine Nachbestellung ausgelöst werden muss, damit die Ware rechtzeitig eintrifft. Dieser Beitrag erklärt die Formel, zeigt ein Rechenbeispiel und grenzt den Meldebestand vom Mindestbestand ab.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Meldebestand ist der Bestand, bei dessen Erreichen nachbestellt wird (Bestellpunkt).
  • Formel: Meldebestand = (Tagesverbrauch × Wiederbeschaffungszeit) + Mindestbestand.
  • Er sorgt dafür, dass die Ware ankommt, bevor der Mindestbestand angebrochen wird.
  • Zu niedrig gewählt drohen Fehlmengen, zu hoch bindet er unnötig Kapital.

Was ist der Meldebestand?

Der Meldebestand markiert den Zeitpunkt zum Nachbestellen. Sinkt der Lagerbestand auf diesen Wert, wird eine Bestellung ausgelöst. Ziel ist, dass die neue Lieferung eintrifft, bevor der Mindestbestand (die eiserne Reserve) angebrochen werden muss. Der Meldebestand ist damit das Herzstück des Bestellpunktverfahrens.

Meldebestand berechnen: die Formel

Meldebestand = (durchschnittlicher Tagesverbrauch × Wiederbeschaffungszeit in Tagen) + Mindestbestand

Die drei Größen bedeuten:

  • Tagesverbrauch: wie viele Einheiten pro Tag verbraucht werden.
  • Wiederbeschaffungszeit: die Zeit von der Bestellung bis zur Einlagerung.
  • Mindestbestand: der Sicherheitspuffer gegen Schwankungen.

Rechenbeispiel

Ein Betrieb verbraucht täglich 20 Einheiten, die Wiederbeschaffungszeit beträgt 5 Tage, der Mindestbestand liegt bei 50 Einheiten.

Meldebestand = (20 × 5) + 50 = 150 Einheiten. Sobald der Bestand auf 150 Einheiten fällt, wird nachbestellt.

Bestandsverlauf mit Meldebestand als Bestellpunkt und Mindestbestand als Sicherheitslinie
Sinkt der Bestand auf den Meldebestand, wird nachbestellt – der Mindestbestand bleibt unangetastet.

Meldebestand vs. Mindestbestand

Beide Begriffe werden oft verwechselt: Der Mindestbestand ist die Reserve, die möglichst nicht angetastet wird. Der Meldebestand liegt darüber und löst rechtzeitig die Nachbestellung aus. Mehr dazu in unserem Beitrag zum Mindestbestand.

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Meldebestand, Mindestbestand und Umschlagshäufigkeit von Hand zu pflegen, kostet Zeit und ist fehleranfällig. Eine digitale Inventar- und Lagerverwaltung wie Inventory ONE erfasst jede Bewegung per Barcode-/QR-Code-Scan, berechnet die Kennzahlen automatisch und warnt, sobald der Meldebestand erreicht ist. Mehr auf unseren Seiten zur Lagerverwaltung und Inventarverwaltung.

Häufige Fragen zum Meldebestand (FAQ)

Was ist der Meldebestand?

Die Bestandsmenge, bei deren Erreichen eine Nachbestellung ausgelöst wird, damit die Ware eintrifft, bevor der Mindestbestand angebrochen wird.

Wie berechnet man den Meldebestand?

Meldebestand = (durchschnittlicher Tagesverbrauch × Wiederbeschaffungszeit in Tagen) + Mindestbestand.

Was ist der Unterschied zwischen Melde- und Mindestbestand?

Der Mindestbestand ist die eiserne Reserve; der Meldebestand liegt darüber und löst die Nachbestellung rechtzeitig aus.

Was passiert bei einem zu niedrigen Meldebestand?

Dann trifft die Nachlieferung möglicherweise zu spät ein und es kommt zu Fehlmengen und Lieferengpässen.

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