
Die Lagerumschlagshäufigkeit zeigt, wie oft der Lagerbestand innerhalb einer Periode komplett verkauft und ersetzt wird. Sie ist eine der wichtigsten Lagerkennzahlen. Dieser Beitrag erklärt die Formel, ein Beispiel und wie Sie den Wert verbessern.
Die Lagerumschlagshäufigkeit (auch Umschlagshäufigkeit) gibt an, wie oft der durchschnittliche Lagerbestand in einem bestimmten Zeitraum – meist einem Jahr – verbraucht und wieder aufgefüllt wird. Sie ist ein Maß für die Effizienz der Lagerhaltung: Je höher der Umschlag, desto weniger Kapital ist im Lager gebunden.
Lagerumschlagshäufigkeit = Wareneinsatz ÷ durchschnittlicher Lagerbestand
Der durchschnittliche Lagerbestand ergibt sich vereinfacht aus (Anfangsbestand + Endbestand) ÷ 2. Statt des Wareneinsatzes wird teils auch der Umsatz verwendet – wichtig ist, dass Zähler und Nenner zueinander passen (beide zu Einkaufs- oder beide zu Verkaufspreisen).
Der jährliche Wareneinsatz beträgt 240.000 €, der durchschnittliche Lagerbestand 40.000 €.
Lagerumschlagshäufigkeit = 240.000 ÷ 40.000 = 6. Der Bestand wird also sechsmal pro Jahr umgeschlagen.

Aus der Umschlagshäufigkeit lässt sich die durchschnittliche Lagerdauer berechnen: 360 ÷ Umschlagshäufigkeit. Im Beispiel sind das 360 ÷ 6 = 60 Tage. So lange liegt die Ware im Schnitt im Lager.
Meldebestand, Mindestbestand und Umschlagshäufigkeit von Hand zu pflegen, kostet Zeit und ist fehleranfällig. Eine digitale Inventar- und Lagerverwaltung wie Inventory ONE erfasst jede Bewegung per Barcode-/QR-Code-Scan, berechnet die Kennzahlen automatisch und warnt, sobald der Meldebestand erreicht ist. Mehr auf unseren Seiten zur Lagerverwaltung und Inventarverwaltung.
Wie oft der durchschnittliche Lagerbestand in einer Periode verbraucht und wieder aufgefüllt wird. Ein hoher Wert steht für geringe Kapitalbindung.
Wareneinsatz geteilt durch den durchschnittlichen Lagerbestand. Der Durchschnittsbestand ist vereinfacht (Anfangs- + Endbestand) ÷ 2.
Das hängt stark von der Branche ab. Grundsätzlich gilt: je höher, desto besser – weil weniger Kapital gebunden ist und die Ware frischer bleibt.
Durchschnittliche Lagerdauer = 360 ÷ Lagerumschlagshäufigkeit. Ein höherer Umschlag bedeutet eine kürzere Lagerdauer.
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